Pension SchlossgasseLieberose am Markt

Essen und Trinken · 4 Minuten Lesezeit

Spreewälder Spezialitäten: Was Sie probieren sollten und wo

Zu den bekanntesten Spezialitäten des Spreewalds zählen die Spreewälder Gurken, die seit März 1999 als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) in der EU geschützt sind, dazu Leinöl mit Pellkartoffeln und Quark sowie frischer Fisch mit Meerrettich. Von Lieberose aus ist der Spreewald nach Angaben der Pension nur rund 15 km entfernt.

Was gehört zu den klassischen Spreewälder Spezialitäten?

Die Küche des Spreewalds ist von dem geprägt, was in der feuchten Landschaft wächst und lebt. Wikivoyage nennt als Kern die Spreewälder Gurken, Leinöl, Fisch und Meerrettich. Dazu kommen regionale Gerichte wie Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl, Fisch mit der Spreewaldsauce und der Knieperkohl, eine fermentierte Kohlspezialität.

Gerade für Gäste, die einige Tage in Lieberose bleiben, lohnt sich ein genauer Blick auf diese Küche. Die folgenden Abschnitte erklären, was sich hinter den Namen verbirgt, was als geschützt gilt und wo Sie in der Umgebung von Lieberose Gelegenheit zum Probieren haben.

Was bedeutet g.g.A. bei den Spreewälder Gurken?

Die Bezeichnung „Spreewälder Gurken“ ist seit März 1999 durch die EU als geschützte geografische Angabe geschützt, wie Wikipedia berichtet. Das Kürzel g.g.A. steht für geschützte geografische Angabe. Für die Gurken gilt konkret: Die Verarbeitung der eingelegten Gurken muss im Spreewald erfolgen, und mindestens 70 Prozent der verwendeten Gurken müssen dort gewachsen sein. Der Rest darf demnach von außerhalb der Region stammen, was beim Kauf einen Blick auf die Herkunftsangabe lohnend macht.

Die Gurkenkultur hat eine lange Geschichte. Laut Wikipedia reicht der Anbau im Spreewald bis ins 7. und 8. Jahrhundert zurück, im 16. Jahrhundert verstärkten niederländische Einwanderer die Produktion, im 17. Jahrhundert war der Gurkenanbau der wichtigste Wirtschaftszweig der Region. Theodor Fontane, der den Spreewald in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ beschrieb, vermerkte in den 1870er Jahren, dass die Gurken unter den landwirtschaftlichen Erzeugnissen der Gegend an erster Stelle stehen.

Im Handel finden Sie die Gurken in vielen Sorten, unter anderem als Dillgurken, Salzgurken, Senfgurken und mit Knoblauch. Auf dem Etikett achten Sie auf das Siegel und auf die Herkunftsangabe.

Bekannt wurden die Gurken auch durch den Film „Good Bye, Lenin!“ aus dem Jahr 2003, in dem der Held nach der Wende nach dem vertrauten Glas sucht. Der Spreewald-Marathon wirbt mit dem Motto „Auf die Gurke, fertig, los“. Laut Wikivoyage erreicht die Erzeugung bis zu 40.000 Tonnen im Jahr auf 600 Hektar Anbaufläche, was die Bedeutung der Gurke für die Region unterstreicht.

Wie isst man Leinöl, Quark und Pellkartoffeln?

Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl gelten laut Wikivoyage als klassisches Spreewaldgericht, ebenso eine Variante, bei der Brötchen in Leinöl und Zucker getunkt werden. Leinöl wächst im Spreewald laut Tourismus Marketing Brandenburg auf Feldern der Region, die Saat wird nach der Ernte gereinigt und in regionalen Ölmühlen gepresst. Die Menschen der Region essen es laut dieser Quelle besonders gern mit Pellkartoffeln und Quark.

Einen EU-Schutzstatus für „Spreewälder Leinöl“ konnten wir nicht belegen. Als Beispiel für ein regional geschütztes Lebensmittel nennt test.de allerdings das Lausitzer Leinöl; die Art des Siegels wird dort nicht genannt. Achten Sie beim Kauf deshalb auf die Herkunftsangabe auf dem Etikett.

Was kommt in der Spreewaldküche außerdem auf den Tisch?

Fisch gehört zur Region, weil der Spreewald aus vielen Wasserläufen besteht; Wikivoyage hebt hervor, dass die Gewässer reich an Süßwasserfischen sind. Fragen Sie in der Gaststätte ruhig nach, woher der Fisch stammt und wie er zubereitet wird, denn die Gerichte unterscheiden sich von Haus zu Haus. Einzelne Betriebe nennen wir hier nicht, weil wir dazu keine belegten Angaben haben. Wikivoyage beschreibt die Spreewaldsauce als klassische gebundene Sauce zu pochiertem Fisch aus Fischfond, Béchamel, Sahne, Butter, Petersilie und Dill. Meerrettich wird laut Tourismus Marketing Brandenburg seit Jahrzehnten im Spreewald angebaut und von regionalen Betrieben weiterverarbeitet; er kommt etwa zu Fisch, oder als Schweinesteak nach Spreewälder Art auf den Teller.

Nicht alles davon finden Sie in jeder Gaststätte, die Auswahl hängt vom Haus ab. Der Knieperkohl entsteht, indem Weiß- und Blaukraut in Steinguttöpfen mit Kirsch- und Weinblättern geschichtet und wochenlang fermentiert wird. Er wird zu Schweinefleisch und Kartoffeln serviert. Wer Genaueres über Preise und Angebote wissen möchte, fragt am besten direkt in Gaststätten nach, denn Speisekarten wechseln.

Wo können Sie die Spezialitäten in der Umgebung probieren?

In Lehde bei Lübbenau gibt es das Gurkenmuseum, ein privates Museum der Familie Starick in einem der ältesten Gebäude des Dorfes. Laut Reiseland Brandenburg erfahren Besucher dort etwas über Anbau und Verarbeitung der Gurken und können verschiedene Spreewälder Gurken probieren. Weitere Produktionsstätten, die Einblick geben, nennt Wikipedia in Boblitz und Golßen. Zum Thema gibt es außerdem einen Gurkenradweg.

Wer Spezialitäten mit nach Hause nehmen möchte, findet sie als Gurken im Glas, Leinöl in der Flasche oder Meerrettich im Glas. Fragen Sie am besten nach der Herkunftsangabe und, bei den Gurken, nach dem Siegel. Gerade beim Leinöl lohnt der Blick auf das Etikett, weil der Name Spreewald allein noch kein Siegel ist.

Öffnungszeiten, Eintritt und Führungen ändern sich, bitte prüfen Sie diese vorab bei den jeweiligen Betreibern. Der Spreewald selbst ist von Lieberose rund 15 km entfernt, nach Angaben der Pension. Mehr zu Ausflügen dorthin lesen Sie im Ratgeber Spreewald-Tagesausflug.

Wo wohnen Sie, wenn Sie den Spreewald schmecken möchten?

Die Pension Schlossgasse am Markt 37 in Lieberose liegt rund 15 km vom Spreewald entfernt. Im Haus gibt es acht Doppelzimmer mit Bad und ein Eiscafé im Erdgeschoss. Das Frühstücksbuffet bietet ofenfrische Brote und Brötchen, Aufschnitt, Käse, Joghurt, Eier und Obst, auch vegetarisch, vegan und glutenfrei. Wenn Sie abends nach dem Probieren nicht mehr weit fahren möchten, finden Sie hier in der Stadt eine Unterkunft. Zimmer und Preise finden Sie unter Zimmer und Preise.

Fragen und Antworten

Sind Spreewälder Gurken geschützt?

Ja, seit März 1999 als geschützte geografische Angabe (g.g.A.). Die Verarbeitung muss im Spreewald erfolgen, mindestens 70 Prozent der Gurken müssen dort gewachsen sein.

Was isst man im Spreewald zu Leinöl?

Klassisch sind Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl. Eine weitere Variante sind Brötchen, die in Leinöl und Zucker getunkt werden.

Wo kann ich Spreewälder Gurken probieren?

Zum Beispiel im Gurkenmuseum in Lehde bei Lübbenau; dort können Besucher laut Reiseland Brandenburg verschiedene Gurken probieren.

Was ist Knieperkohl?

Eine fermentierte Kohlspezialität aus Weiß- und Blaukraut, die laut Wikivoyage mit Kirsch- und Weinblättern in Steinguttöpfen angesetzt wird.

Wie weit ist der Spreewald von Lieberose?

Nach Angaben der Pension rund 15 km.

Quellen

Stand: Oktober 2026. Pension Schlossgasse, Markt 37, 15868 Lieberose.

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